Bubblegum by Anna
ich bin gestern an seinem haus vorbeigelaufen.

 es sieht so verlassen und einsam aus. die rollläden waren unten, der zaun vor dem garten verschwunden. in der geöffneten garage konnte man noch einzelne dinge entdecken. eine leiter stand dort noch rum und ein kleiner werkzeugkoffer. auch eine volle pappkiste stand da. in der ecke stand ein fahrrad. ich erkannte es sofort. es war seins. wie oft ist er damit an meinem haus vorbeigefahren ohne sich auch nur einmal nach mir umzusehen. wie oft sah ich es vor meiner lieblingskneipe rumstehen und ging nur deshalb nicht hinein. aus angst, ihn mit den falschen leuten zu sehen. und sofort fiel mir auch dieser eine mrogen ein. letztes jahr im sommer. großes fest in der nachbarstadt, als wir beide so dicht waren, dass wir nicht gerade laufen, geschweige denn fahrrad hätten fahren können. trotzdem hast du mich auf  deinem schoß ein stückchen mitfahren lassen. erst als der hügel zu steil und deine beine zu schwer wurden stieg ich ab. es war ein wirklich wundervoller augenblick, den ich nie vergessen werde, so wie alle augenblicke mit dir. ich schaffe es, meine augen von dem fahrrad loszureißen und laufe weiter. es sieht alles danach aus, als würdest du in kürze nicht mehr da sein. und im moment wünsche ich mir nichts sehnlicher, als in deinen armen zu liegen und dir zu sagen, wie schrecklich du mir fehlen wirst, junge!
4.5.08 20:42
 


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